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Veröffentlicht am 19.09.2017

Wie du in 2 Minuten deine Lebensqualität verbesserst und dein Gehirn vor dem Altern schützt

Weißt du wie der normale Tagesablauf bei den meisten Menschen aussieht?

Der Wecker klingelt. Noch fünf Minuten liegen bleiben. Aufstehen. Schnell ins Bad. Kaffee runter stürzen und Handy anschalten. Schnell die Nachrichten beantworten. Vielleicht noch etwas frühstücken, Kinder aus dem Bett scheuchen, Brote richten und zur Schule schicken. Einkaufszettel schreiben, Zeitung lesen, Termine checken, Emails am Handy abrufen. Und dies am besten alles gleichzeitig. Blick auf die Uhr. Oh schon viel zu spät!! Ich muss los zur Arbeit.

So oder so ähnlich beginnt bei sehr vielen Menschen jeder Morgen. Ich muss gestehen, das war bei mir auch lange Zeit so.

Bis eine Stimme in meinem Kopf STOP geschrien hat.

 

Ich setzte mich hin und schloss die Augen. Erst einmal tief durchatmen. Da erst bemerkte ich, unter welcher Anspannung und welchem Stress ich stand. Und das 20 Minuten nach dem Aufstehen!!

Ich nahm noch einmal drei tiefe Atemzüge. Durch die Nase einatmen, kurz die Luft anhalten und dann wieder durch den Mund mit voller Kraft auspusten. WOW! Das tat richtig gut.

Ich spürte, wie ich immer ruhiger und ruhiger wurde. Meine Muskulatur entspannte sich und je ruhiger ich wurde, desto klarer wurden meine Gedanken. Ich spürte die Füße auf dem Boden. Nahm die Stuhllehne wahr.

Ich beschloss diese kurze Entspannung jetzt regelmäßig einzubauen.

Entschleunigung

Nach ein paar Tagen war der Morgen viel entspannter. Ich fing an meinen Kaffee ganz bewusst zu trinken und genoss die ersten Minuten des Tages in völliger Ruhe. Alles lief viel ruhiger ab. Ich machte diese Entspannung nun immer öfter. Im Büro, nach dem Mittagessen, am Abend und vor allen Dingen morgens. Immer dann, wenn ich spürte, dass ich in Stress gerate.

Diese kleine Übung entschleunigt seit diesem Tag meinen Alltag. Und im Gegensatz zu der weitläufigen Meinung, man verliere dadurch Zeit, erhielt ich tatsächlich mehr Zeit. Ich konnte meinen Tag viel klarer und strukturierter planen. Geriet nicht mehr in Hektik und verzettelte mich nicht mehr an unwichtigen Dingen.

Was du brauchst

Und das Tolle daran ist:

1. Du brauchst maximal zwei Minuten Zeit dafür

2. Es bekommt keiner mit, wenn du die Augen dabei geöffnet lässt und

3. Du fühlst dich viel besser!

 

Wie wendest du es an?

Ich kann Dir nur empfehlen es einfach einmal auszuprobieren.

 

Ich fasse den Ablauf für dich kurz zusammen:

- Setze dich auf einen Stuhl (oder etwas Vergleichbares)

- Spüre den Boden unter deinen Füßen und den Stuhl (oder das worauf du Platz genommen hast) unter deinem Gesäß und in deinem

  Rücken

- Schließe die Augen, wenn du magst

- Atme tief durch die Nase ein, halte die Luft an und zähle dabei bis drei

- Atme dann laut und deutlich durch den Mund wieder aus, indem du die Luft auspustet und dir dabei vorstellst du pustest zum

  Beispiel die Samen einer Pusteblume weg

- das wiederholst du dreimal

- Achte darauf wie dein Atem ruhiger wird, dein Herzschlag sich verlangsamt und deine Muskeln sich entspannen

- Dann öffne deine Augen wieder und komme zurück ins Hier & Jetzt

 

Nun fragst Du dich vielleicht, wie und warum wirkt das so schnell?

Durch das Schließen der Augen gehst du in eine leichte Trance. Deine Augen brauchen keine Reize mehr verarbeiten. Während der Trance reduzieren sich die Beta-Wellen im Gehirn. Dadurch reduziert sich die Hirnaktivität im Frontallappen, der zum Beispiel für die Planung und für das logische Denken zuständig ist. Dadurch kommt der Denkapparat zur Ruhe. Wenn du in der Ruhe bist, kannst du auch wieder auf Lösungen zurückgreifen. Du wirst dann nicht durch ständiges Gedankenhüpfen abgelenkt.

Durch das bewusste Atmen stoppst du deine unbewusste, schnelle und flache Atmung. Du gibst dem Parasympathikus (Nerv, der für die Entspannung zuständig ist) die Möglichkeit und vor allem die Zeit, sich zu entspannen. Er benötigt mindestens doppelt so viel Zeit, wie der Sympathikus (Nerv, der für die Erregung zuständig ist) um zu reagieren. Im Umkehrschluss heißt das jetzt für dich: es ist wichtig für dein Nervensystem Phasen der Ruhe zu bekommen, um sich zu regenerieren. Das ist auch ganz wichtig um Trauma vorzubeugen. (Dazu findet Ihr in einem anderen Blog weitere Informationen.)

Wenn du die Mini-Meditation nun regelmäßig praktizierst und die Zeit verlängerst, in der du meditierst, wirkt sich das auch langfristig auf deine Gehirnfunktionen aus.

Wissenschaftler haben in Studien anhand von MRT-Aufnahmen feststellen können, dass bei Menschen, die regelmäßig meditieren, gewisse Gehirnregionen eine größere Dichte bzw. Masse aufweisen, als die Menschen aus der Kontrollgruppe, die nicht meditiert haben. Vor allem der Bereich der linken Hemisphäre, die für positive Emotionen und Erfahrungen zuständig ist und das parasympathische Nervensystem stimuliert war besser geschützt. Es gab einen signifikanten Anstieg der Aktivität bei Emotionen wie Glück und Freude.

 

Fazit

Auch kurze Momente der Meditation sind schon ein erster Schritt zu mehr Achtsamkeit, Ruhe und mehr Lebensqualität. Meditieren hilft dir dabei im Hier und Jetzt zu sein und das Leben bewusst wahr zu nehmen.

 

 

 

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